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S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Mittwoch, den 09.09.2026 um 10.30 UTC



Vor allem im Norden wechselhaft mit zeiteiligem Regen, mäßig-warm. Im Süden
häufig freundlicher, teils sommerlich warm und geringere Niederschlagsneigung.
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Synoptische Entwicklung bis zum Mittwoch, den 16.09.2026


Zu Beginn der Mittelfrist am Samstag nehmen Luftdruck und Geopotenzial zu. Der
Trog liegt mit seiner Achse voraussichtlich bereits östlich unseres
Vorhersagegebietes und von Westen wölbt sich ein Keil auf, dessen Achse von der
Iberischen Halbinsel in Richtung Ostsee gerichtet ist. Anfangs kann es im
Bereich des sich abschwächenden bzw. nach Osten abziehenden Front im
Osten/Südosten ggf. noch etwas regnen, tagsüber ist es aber überwiegend trocken
mit größeren Auflockerungen im Südwesten. Im späteren Tagesverlauf bzw. in der
Nacht zum Sonntag nimmt von Westen die Bewölkung wieder zu und es kann erneut
etwas regnen. Dort nähert sich ein eher flacher Trog von den Britischen Inseln
her sowie das Frontensystem eines korrespondierenden Nordmeertiefs.

Am Sonntag wird der Norden von dem wellenden Frontensystem des nach
Nordskandinavien ziehenden Tiefs überquert. Die Kaltfront der Welle erreicht den
Norden abends und überquert auch die mittleren Landesteile mit zeitweiligem
Regen im Laufe der Nacht zum Montag ostwärts. Nach Süden hin dürfte die
Wetterwirksamkeit unter höherem Luftdruck relativ gering sein.

Am Montag wölbt sich über Westeuropa erneut ein Keil auf, der seinen Einfluss
von Westen her auch auf Deutschland ausweitet. Anfangs im Osten noch
Beeinflussung durch den östlich von Deutschland liegenden Trog, dabei etwas
Regen nicht ganz ausgeschlossen. Sonst von Westen/Südwesten zunehmende
Auflockerungen, im Tagesverlauf und auch in der Nacht zum Dienstag allgemein
meist trocken.

Am Dienstag greift der nächste Trog von Westen her über, auch das Frontensystem
eines weiteren Nordmeertiefs greift von Westen/Nordwesten mit zeitweiligem Regen
auf Deutschland über. Der Trog wird unterschiedlich markant simuliert, kann aber
voraussichtlich auch den Süden insoweit beeinflussen, dass die frontalen
Niederschläge im Laufe der Nacht zum Mittwoch auch dort übergreifen.
Vorderseitig steilt die Strömung etwas auf und in einer potenziell labilen,
feucht-warmen Luftmasse (850 hPa-Temperaturen um oder leicht über 15 Grad)
können sich möglicherweise örtlich Schauer und Gewitter entwickeln. Markante
Entwicklungen deuten sich dabei zumindest aktuell nicht an.

Am Mittwoch dreht die Strömung rückseitig des Langwellentroges auf Nordwest,
ggf. können kurzwellige Anteile ablaufen und in den nördlichen Landesteilen für
stärkere Bewölkung und zeitweise etwas Regen sorgen. Von Südwesten steigt der
Luftdruck an, es bleibt meist trocken und die Auflockerungen nehmen zu. Ganz im
Süden kann die Front des nun über Nordskandinavien liegenden Tiefs noch
schleifen und vor allem in Alpennähe für weitere Niederschläge sorgen, die erst
zum Donnerstag hin abklingen.

Das Temperaturniveau bleibt relativ konstant mit Höchstwerten um 20 bis 23 Grad
im Norden und teils sommerlichen Höchstwerten von 25 bis 27 Grad im Südwesten,
am Sonntag und vor allem Dienstag allgemein im Süden. Dann am Oberrhein
eventuell auch 28 bis 29 Grad.

In der erweiterten Mittelfrist stehen die Zeichen nach Durchschwenken des Troges
auf Luftdruckanstieg und wieder zunehmend antizyklonal geprägter Witterung,
Timing und Ausprägung sind naturgemäß noch unsicher. Tendenziell verbleibt aber
insbesondere der Norden im Randbereich der Tiefdruckzone über Nordatlantik und
Nordeuropa und somit leicht unbeständig.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs


Die Konsistenz der vorliegenden IFS-Modellläufe ist im Prinzip gut. Demnach
dominiert zunächst häufig Hochdruckeinfluss, vor allem in den südlichen
Landesteilen. Der Norden liegt an der Südflanke einer Tiefdruckzone über
Nordeuropa mit verschiedenen Drehzentren und wird entsprechend von
Tiefausläufern gestreift. Dieser zyklonale Einfluss auf den Norden wird von den
vorliegenden Modellläufen durchaus leicht unterschiedlich simuliert, sowohl im
Timing als auch in der Ausprägung. Daher ergeben sich durchaus gewisse
Unsicherheiten, in wie weit Frontensysteme mit zeitweiligem Niederschlag und
auffrischendem Wind im Norden auftreten und wie weit sie zeitweise bis in die
mittleren Landesteile ausgreifen.
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Vergleich mit anderen globalen Modellen


Andere Globalmodelle zeigen ähnliche Unschärfen hinsichtlich der von Norden
ausgehenden Zyklonalität und wie weit diese vor allem in die mittleren
Landesteile ausgreifen kann. Vor allem GFS ist dabei zyklonaler aufgestellt und
schließt auch den Süden mit zeitweiligem Niederschlag ein. ICON simuliert
ähnlich zum IFS, vor allem in Richtung Süden dann aber Dienstag leicht
zyklonaler als der aktuelle IFS-Lauf und somit ähnlich den IFS-Vorläufen.
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Bewertung der Ensemblevorhersagen


Die Clusteranalyse des IFS liefert für den ersten Zeitraum von Samstag 00 UTC
bis Sonntag 00 UTC (+72 bis + 96 h) sechs Cluster mit 16, 13, 6, 6, 5 und 5
Membern, Kontrolllauf in Cluster 2. Dabei wird sowohl die Trogpassage am Samstag
als auch die nachfolgende Aufwölbung des Keils unterschiedlich markant simuliert
und je nach Ausprägung des Keils wird vom Regime her "NAO positiv", "Atlantic
Ridge" oder "Blocking" angeboten. Teilweise wird sogar das Abtropfen des Troges
in Richtung Italien/Mittelmeer (vor allem Cluster 4) gezeigt. Für unser
Vorhersagegebiet ergeben sich Unsicherheiten hinsichtlich Timing und Ausdehnung
potenzieller Niederschläge. Im Folgezeitraum von Montag 00 UTC bis Mittwoch 00
UTC (+120 bis +168 h) sind fünf Cluster im Angebot mit 18, 13, 8, 6 und 6
Membern. Der Kontrolllauf wird in Cluster 1 eingruppiert. Dabei wird der nach
Ansicht des deterministischen Laufes im Laufe des Dienstages übergreifende Trog
teils markanter, teils weniger markant, teils auch deutlich verzögert simuliert.
es ergeben sich daher Unsicherheiten im zeitlichen Ablauf und hinsichtlich der
Wetterwirksamkeit nach Süden.

Die Rauchfahnen des Geopotenzials in 500 hPa sind bis einschließlich Montag ganz
gut gebündelt, im Norden mit noch etwas geringerem Spread als im Süden. Das
dürfte an der teils unsicheren Ausprägung der Tröge nach Süden hin liegen.
Insgesamt deutet sich für den Dienstag, nach Süden hin eher Nacht zum Mittwoch
ein Rückgang des Geopotenzials an, also ein Trogdurchgang der sich auch im Süden
auswirken dürfte. Der Spread ist dann aber recht groß. Die Niederschlagssignale
sind im Süden geringer als im Norden. Niederschlagsmaxima am Sonntag, nach
Osten/Südosten eher Montag und erneut am Dienstag/Mittwoch. Im Süden
zwischenzeitlich (Samstag, zunächst Sonntag, dann Dienstag) und auch in der
erweiterten Mittelfrist nur geringe bis keine Niederschlagssignale. Bei der
Temperatur in 850 hPa zeigt sich vor allem im Süden bis einschließlich Montag
ein geringer Spread und ein leicht schwankendes Temperaturniveau um 10 Grad. In
der Mitte, vor allem aber im Norden ist die Variabilität insgesamt deutlich
größer. Unklare bzw. sehr unsichere Entwicklung in der erweiterten Mittelfrist
bei sehr großem Spread.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen


Markante Entwicklungen bezüglich Wind oder Regen deuten sich im gesamten
Mittelfristzeitraum aktuell nicht.
Am Dienstag geringes Gewitterrisiko im Süden/Südosten, aber noch recht unsicher
und aktuell ohne Hinweise auf markante Entwicklungen.
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Basis für Mittelfristvorhersage
IFS, IFS-EPS, MOS-Mix
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Sabine Krüger


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