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Wetter aktuell Wetterfrösche in dicken Pullis Am "Tag der Wetterleute" beschäftigt sich das Thema des Tages mit der Wetterprognose für die kommenden Tage, unter anderem auch am morgigen "Dicke-Pulli-Tag". Am heutigen Donnerstag haben wir Meteorologen und Meteorologinnen unseren Ehrentag. Genau genommen können diesen Feiertag alle begehen, die beruflich mit dem Thema Wetter zu tun haben oder in diesem Bereich ihre Berufung gefunden haben. Warum der 05. Februar als Ehrentag von uns Wetterfröschen gewählt wurde, liegt am Geburtstag von John Jeffries. Er war einer der ersten täglichen Wetterbeobachter der USA und startete seine Aufzeichnungen im Jahr 1774. Beruflich hatte er als Arzt allerdings eher weniger mit dem Wetter zu tun. Daneben war er aber auch ein Luftfahrtpionier und da schadete es sicherlich nicht, sich mit dem Wetter zu beschäftigen. Am 07. Januar 1785 überquerte er zusammen mit dem französischen Ballonfahrer Jean-Pierre Blanchard in einem mit Wasserstoff gefüllten Ballon den Ärmelkanal und gilt somit als "erster fliegender US-Amerikaner". Doch schon wenige Wochen zuvor bestieg er am 30. November 1784 in London einen Ballon, stieg damit auf und machte von dort die weltweit ersten gezielten meteorologischen Beobachtungen aus einem Ballon. Am morgigen Freitag ist dann der "Dicke-Pulli-Tag". Dieser wurde 2020 von der Bonnerin Corinna Nitsche Haine initiiert und wird immer am ersten oder zweiten Freitag im Februar begangen. Der rheinische Karneval schließt aus, dass der "Dicke-Pulli-Tag" am Tag nach Weiberfastnacht stattfindet. Warum dieser Aktionstag auf einen Termin im Februar fällt, hat zwei Gründe. Zum einen passt er gut in den Februar, da normalerweise die meisten Heizungen noch in Betrieb sind, wobei man dank eines dickeren Pullovers weniger heizen muss (zumindest in der Theorie). Zum anderen war es den Initiatoren wichtig, an das Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls am 16. Februar 2005 zu erinnern. Nun zu der Frage, ob wir in den kommenden Tagen einen dicken Pullover benötigen? Für die meisten ist die Antwort sicherlich klar: Ja! Hoch DANIEL scheint sich nämlich in Fennoskandien weiterhin sehr wohlzufühlen und erschwert damit das Vorankommen atlantischer Tiefausläufer. Diese versuchen von Süden her immer wieder gegen dieses "Kältebollwerk" anzukommen. In den Westen und Süden Deutschlands werden dabei milde Luftmassen gelenkt, während in den Norden und Osten mit einer östlichen Strömung kalte Festlandsluft einfließt. Dadurch ergeben sich starke Temperaturgegensätze in Deutschland. So verharrt der Norden am heutigen Donnerstag bei Höchstwerten zwischen -3 und 0 Grad im Dauerfrost, im Breisgau werden hingegen um 10 Grad erreicht. Insbesondere an den Küsten fühlen sich die Temperaturen deutlich kälter an, denn dort weht ein strammer Ostwind, der zeitweise stürmisch aufleben kann. Daneben kommt es am heutigen Donnerstag und in der Nacht zum Freitag im Osten und Nordosten Deutschlands zu zeitweiligen Niederschlägen. Teils treten die Niederschläge als leichte bis mäßige Schneefälle auf, teils ist aber auch gefrierender Regen ein Thema. Gebietsweise kommt es zu erheblicher Glätte durch Glatteis. Beim Verlassen des Hauses ist dann entsprechende Vorsicht geboten. Egal ob per Auto, mit dem Fahrrad oder zu Fuß sollte man sich den örtlichen Begebenheiten dementsprechend anpassen. Am morgigen Freitag kommen von Südwesten neue Niederschläge auf, die bei Höchsttemperaturen zwischen 5 und 10 Grad meist als Regen fallen. Im Nordosten ziehen die nächtlichen Niederschläge Richtung Ostsee ab. Dauerfrost ist dort dann zwar meist kein Thema mehr, dennoch liegen die Höchsttemperaturen nur im niedrigen einstelligen Bereich. Die Sonne sucht man allerdings meist vergeblich am Himmel. Allenfalls an den Nordrändern der Mittelgebirge und an den Alpen gibt es vorübergehend Auflockerungen. Im Laufe der Nacht zum Samstag kommen die Niederschläge von Südwesten und Westen bis zur Elbe und Ostbayern voran. In der Mitte und im Südosten ist nach aktuellem Stand der Modelle dann erneut mit gefrierendem Regen und damit Glatteis zu rechnen. Das Wochenende präsentiert sich insbesondere im Südwesten und Westen schon fast von seiner vorfrühlingshaften Seite. Entlang des Rheins liegen die prognostizierten Höchsttemperaturen um 10 Grad, am Samstag sind im Breisgau bis zu 14 Grad möglich. Dazu zeigt sich auch längere Zeit die Sonne. Anders sieht es hingegen im Nordosten aus. Aus einer dichten Bewölkung fällt zeitweise Niederschlag (teils als Regen, teils als Schnee), die Höchsttemperaturen verbleiben weiterhin im niedrigen einstelligen Bereich. Zusammengefasst gehört ein dicker Pullover in den kommenden Tagen also sicherlich nicht zur schlechtesten Kleiderwahl, Richtung Westen und Südwesten kann man die dicksten Wollpullover aber oftmals im Schrank lassen. Ist man längere Zeit im Freien unterwegs, sollte man sich insbesondere in der Nordosthälfte hingegen noch ein bisschen dicker einpacken. Übrigens: In Anlehnung an wollige Kleidungsstücke gibt es einen Lifehack bei Glatteis, alte Wollsocken über die Schuhe zu ziehen. Diese saugen Schmelzwasser auf und begünstigen eine bessere Bodenhaftung. M.Sc. Tanja Egerer Deutscher Wetterdienst Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach, den 05.02.2026 Copyright (c) Deutscher Wetterdienst |
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