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Wetter aktuell Radau am Himmel Der Hochdruckeinfluss schwindet, dafür ziehen Schauer und teils kräftige Gewitter mit reichlich Radau am Himmel auf. Wie stark waren die Gewitter am gestrigen Freitag und was kommt als Nächstes? Das tagelang ruhige und gebietsweise heiße Wetter unter der Regie von Hoch BORIS ist größtenteils Geschichte, weil das Hoch von Tiefdruckgebieten nach Südosten abgedrängt wird. Wie so oft geht dieser Wetterwechsel aber nicht geräuschlos über die Bühne, sondern wird von Blitz und Donner und weiteren starken Wettererscheinungen wie Starkregen, Sturmböen oder Hagel begleitet. Gewitternachlese Freitag, 29. Mai 2026 Bereits am gestrigen Freitag, als die Tiefdruckgebiete MECHTHILD über Frankreich und LAUDINE über Skandinavien eine Kaltfront und feuchte Luftmassen nach Deutschland brachten, gab es entsprechenden Radau am Himmel. Am Nachmittag kamen im Nordwesten teils kräftige Schauer und Gewitter auf, die sich bis in die Nachtstunden hinein mit Verlagerung der Front bis in die Mitte ausbreiteten. Dabei öffnete der Himmel seine Pforten und sorgte örtlich für Platzregen. Am meisten Regen fiel 24-stündig gesehen in Bornheim/Eichenkamp (NRW) mit 42 Liter pro Quadratmeter (l/m2, siehe Bild 1), jeweils 36 l/m2 gab es in Reichshof-Eckenhagen sowie in Steinfurt-Burgsteinfurt (beide NRW). Davon fiel ein Großteil meist in einer oder zwei Stunden vom Himmel. Neben den starken Regenfällen waren lokal auch größerer Hagel bis 3 cm sowie gebietsweise Sturmböen bzw. schwere Sturmböen zwischen 75 und 90 km/h (Bft 9 bis 10) mit von der Partie. Am Flughafen Köln-Bonn wurde sogar eine Orkanböe von 123 km/h (Bft 12) registriert. Bei solchen Windgeschwindigkeiten verwunderten die zahlreichen Meldungen über umgestürzte Bäume oder herabgebrochene Äste kaum. Gewitter am Samstag, 30. Mai 2026 Am heutigen Samstag befindet sich die Kaltfront weiterhin über der Mitte des Landes. In ihrem Einflussbereich sind weitere Schauer und Gewitter unterwegs, die allerdings nicht mehr ganz das hohe Potenzial wie am Vortag aufweisen. Dennoch muss in einem Streifen vom Westen bis in den Südosten Bayerns mit starken Gewittern mit Starkregen um 20 l/m2 in kurzer Zeit, Sturmböen bis 85 km/h (Bft 9) und kleinem Hagel gerechnet werden. Lokal können bis zu 40 l/m2 Regen in kurzer Zeit fallen. Gewitter am Sonntag, 31. Mai 2026 Am Sonntag greift Tief MECHTHILD auf Deutschland über und verstärkt die Gewitteraktivität wieder. Bereits in den Morgenstunden tauchen im Westen neue Schauer und Gewitter auf, wobei ähnliche Begleiterscheinungen wie am Samstag zu erwarten sind. Im Laufe des Tages breiten sich die Gewitter in die Mitte und den Süden aus, im Nordosten bleibt es vermutlich trocken. Im Westen setzt zum Nachmittag hin eine Wetterberuhigung ein. Im Süden besteht zusätzlich jedoch ein erhöhtes Sturmrisiko, sodass dort auch schwere Sturmböen um 100 km/h (Bft 10) vorkommen können. In der Mitte und im Norden steht dagegen mehr der Starkregen im Fokus. Wo genau sich die Schwerpunkte der Gewitter herausbilden, ist nach heutigem Stand aufgrund größerer Modellschwankungen aber noch unsicher. Und in der neuen Woche? In der geht es nach einer kurzen Pause am Montag mit Zwischenhocheinfluss ab Dienstag wechselhaft mit gebietsweisen Schauern und Gewittern weiter. Diese können erneut teils kräftig ausfallen, sodass neuer Radau am Himmel zu erwarten ist. Ruhe kehrt also vorerst nur kurzzeitig ein, dafür verschwindet aber bei etwas zurückgehenden Temperaturen die Hitze. Dipl. Met. Simon Trippler Deutscher Wetterdienst Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach, den 30.05.2026 Copyright (c) Deutscher Wetterdienst |
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