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Sonnenscheindauer

In diesen Tagen freut sich nicht nur Ottonormalbürger über
Sonnenschein, sondern ein jeder Zeitgenosse, der von Berufs
wegen oder aus Genusssicht dem Wein verbunden ist. Immerhin hat
die Weinlese noch nicht überall oder noch nicht für alle Sorten
begonnen, so dass nun jeder Sonnentag der Weinqualität
förderlich ist. Sonnenschein gab es in den letzten Tagen dank
Hoch "Helmut" reichlich, vor allem in den klassischen
Weinbaugebieten am Rhein und seinen Nebenflüssen. So schien
seit Donnerstag vor allem am Oberrhein die Sonne im Schnitt 10
bis 12 Stunden pro Tag. Aber auch im übrigen Südwesten und
Westen Deutschlands gab es vor allem am vergangenen Wochenende
meist um 10 Stunden Sonnenschein. Etwas geringer war die
Sonnenscheinausbeute wegen zahlreicher Quellwolken im Osten
Deutschlands, während die Küstengebiete von Nord- und Ostsee
wiederum von reichlich Sonnenschein verwöhnt wurden. Wenn man
die Sonnenscheindauer der ersten Septembertage addiert, so
liegen der Hochrhein, der Oberrhein und die Bodenseeregion mit
40 bis 45 Sonnenstunden an der Spitze. Aber auch einige
Landstriche an Saar und Mosel sowie in der Südpfalz können mit
38 bis 40 Stunden gut mithalten. Nur wenig geringer mit 35 bis
38 Stunden ist die Sonnenscheinausbeute an einigen Orten längs
der Ostseeküste.
Heute können wir in weiten Teilen Deutschlands noch mal mit 8
bis 11 Sonnenstunden rechnen. Ab morgen sieht es allerdings
zunächst mal mau aus in Sachen Sonne. Da Hoch Helmut sich in
den äußersten Norden von Skandinavien und nach Nordwestrussland
zurückzieht, können sich die Ausläufer von Tiefdruckgebieten
über dem Ostatlantik und den Britischen Inseln über Deutschland
ostwärts ausbreiten. Sie bringen nicht nur dichte Wolken
sondern auch jede Menge Regen. Besonders reichlich geht dieser
über dem sonst von der Sonne verwöhnten Südbaden nieder.

Dipl.-Met. Norbert Bonanati
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale

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