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S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T ausgegeben am Donnerstag, den 05.02.2026 um 10.30 UTC Zunächst kaum Niederschläge, ab Dienstag zyklonaler. Dabei weiterhin im Westen und Süden milder, im Norden und Osten kälter. __________________________________________________________ Synoptische Entwicklung bis zum Donnerstag, den 12.02.2026 Zu Beginn des mittelfristigen Vorhersagezeitraums am kommenden Sonntag zeigt sich ein umfangreicher Tiefkomplex über dem Nordostatlantik, der über West- und Südwesteuropa bis in den westlichen Mittelmeerraum reicht. Demgegenüber steht ein Hochdruckgebiet mit Schwerpunkt über Fennoskandien, das seinen Einfluss in Richtung Deutschland ausweiten kann. Es verlagert sich zum Montag in Richtung Osteuropa, bleibt aber dennoch weiter für uns wetterbestimmend. So bleibt der Temperaturkontrast über Deutschland weiterhin erhalten, mit milderer Luft im Westen und Südwesten Deutschlands vorderseitig des Tiefkomplexes und kälterer Luft teils mit Dauerfrost im Norden und Osten, die am Rande des Hochs zu uns geführt wird. Niederschläge sind zunächst kaum zu erwarten. Einzig über dem Norden und Osten liegen noch die Reste einer Okklusion, sodass es dort vereinzelt etwas schneit. Örtlich ist auch gefrierender Regen nicht ausgeschlossen. Dort bleibt es auch überwiegend stark bewölkt, während im Westen und Süden durch die östliche bis südöstliche Strömung im Lee der Mittelgebirge die Bewölkung auch mal größere Lücken bekommen kann. Ab Dienstag verlagert sich das Hoch weiter südostwärts und verliert somit an Einfluss und macht den Weg frei für zunehmenden Tiefdruckeinfluss. Dabei stößt ein Höhentrog vom Nordostatlantik in Richtung Mitteleuropa vor und verbindet sich mit einem weiteren mit hochreichender Kaltluft angefüllten Trog über Nordeuropa. Dieses Konglomerat weitet sich schließlich weiter nach Süden aus, sodass zum Ende der Mittelfrist am Donnertag weite Teile Europas von einem umfangreichen Langwellentrog überdeckt sind. Im Bodendruckfeld verlagert sich dadurch der Tiefdruckkomplex in Richtung Mittel- und schließlich auch Südeuropa. Eine darin eingelagerte erste Warmfront greift im Laufe des Dienstags mit Niederschlägen auf den Westen und Südwesten des Landes über. Sie kommt im Laufe der Nacht zum Mittwoch und am Mittwoch über der Südhälfte weiter ostwärts voran. Durch die Ausbildung einer Tiefdruckrinne, die sich von den Britischen Inseln bis in die Mitte Deutschlands erstreckt, beginnt die Front zu wellen. Somit kann es gebietsweise vor allem im Süden auch länger anhaltend und kräftig regnen. Am Nordrand des Niederschlagsgebietes an der Grenze zur kälteren Luft kann es im Norden und Osten auch schneien oder gefrierenden Regen geben, wobei die mildere Luft etwas weiter in Richtung Norden und Osten vorankommt. Am Donnerstag verlagert sich die Rinne über die Mitte Deutschlands hinweg ostwärts. Somit kommt es vor allem im Süden und in der Mitte zu weiteren Niederschlägen, die in der nördlichen Mitte und Richtung Osten auch als Schnee oder gefrierender Regen fallen können. Nach Abzug setzt sich rückseitig des Tiefs eine nordöstliche bis nördliche Strömung durch, sodass die kältere Luft aus dem Norden in der erweiterten Mittelfrist Richtung Alpen geführt wird. Anfangs fällt im Süden und Osten auch noch Niederschlag, der dann allmählich in Schnee übergeht. So könnten auch die Alpen endlich mal etwas Schnee abbekommen. Allerdings macht sich rasch ein Zwischenhoch bemerkbar, sodass die Schneefälle nicht allzu lange anhalten würden. __________________________________________________________ Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs Die Konsistenz des EZMW-Modells kann bis Donnerstag als gut bezeichnet werden. Einzig bezüglich der Rinne gibt es noch Unterschiede. Im gestrigen 00 UTC Lauf zog ein abgeschlossenes Tief auf etwas nördlicherer Zugbahn über uns hinweg. Die Niederschläge erreichten so auch den Norden. Seit dem gestrigen 12 UTC Lauf wird konsistent und weitgehend übereinstimmend die Rinne prognostiziert. __________________________________________________________ Vergleich mit anderen globalen Modellen Zunächst wir die Wetterentwicklung sehr ähnlich prognostiziert. Ab Dienstag werden die Unterschiede größer. GFS zeigt zunächst eine sehr ähnliche Entwicklung zu IFS, wenngleich der Schwerpunkt der Niederschläge über der südlichen Mitte zu finden ist und es keine Signale für markante Regenmengen gibt. Der markante Kaltluftvorstoß wie bei IFS findet aber Richtung erweiterte Mittelfrist nicht statt. ICON hingegen zeigt keine Rinne wie bei IFS oder GFS, sondern die Passage des okkludierten Ausläufers eines Tiefs nordwestlich der Britischen Inseln von Südwest nach Nordost und auch deutlich später erst im Laufe des Mittwochs. Somit fallen die Niederschläge deutlich schwächer aus und es würde vor allem im Nordosten die Gefahr von gefrierendem Regen oder Schneefall bestehen. Auch der Kaltluftvorstoß kommt dadurch bei ICON nicht zustande. Vielmehr sorgt die südwestliche Strömung auch im Nordosten für eine Milderung. __________________________________________________________ Bewertung der Ensemblevorhersagen Die betrachteten Rauchfahnen einiger Stationen in Deutschland zeigen beim Verlauf der Temperatur in 850 hPa bis einschließlich Dienstag einen geringen Spread. Nachfolgend nimmt dieser für Hamburg ab Mittwoch, für Offenbach ab Donnerstag und für München ab Freitag deutlich zu. Dabei zeigt der HRES einen deutlichen Rückgang der Temperatur wie oben beschrieben, im Norden etwas früher, im Süden etwas später. Die Mehrheit der Member allerdings verbleibt in der erweiterten Mittelfrist auf relativ ähnlichem Niveau, bzw. deutet in Hamburg sogar auf eine leichte Milderung hin. Somit wäre nach dem Ensemble die ICON und GFS-Lösung die Wahrscheinlichere. Auch bei den Niederschlagssignalen ab Dienstag springt der HRES beispielweise für Offenbach früher an, als die Mehrheit der Member, was der ICON-Lösung entsprechen würde. Die Clusterung des EZMW weist für die ersten drei Zeiträume nur jeweils einen Cluster auf. Gegen Ende der Mittelfrist zeigt sich zwar eine Rinnenstruktur über uns und der Aufbau eines Tiefs über Osteuropa. Es ist aber rasch ein blockierendes Hoch in Nordwest-Südost Ausrichtung von Island Richtung östliches Mitteleuropa zu erkennen, sodass der kräftige Kaltluftvorstoß ausbliebe und sich eine ähnliche Situation wie aktuell einstellen würde, die wiederum mehr der ICON- und GFS-Lösung entspricht. _________________________________________________________ Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen Am Sonntag besteht im Nordosten und Osten noch eine geringe Wahrscheinlichkeit für örtlich gefrierenden Regen. Ab der Nacht zum Mittwoch und am Mittwoch gibt es von IFS im Schwarzwald Signale für markanten Dauerregen mit Mengen zwischen 30 und 50 l/qm in 24 Stunden. Aufgrund der Modellunterschiede und nur geringer Wahrscheinlichkeiten seitens EZMW-EPS ist die Entwicklung aber sehr unsicher. Zudem können am Mittwoch und in der Nacht zum Donnerstag auf Basis des IFS und GFS über der nördlichen Mitte und später im Osten stellenweise markanter Schneefall und/oder gefrierender Regen nicht ausgeschlossen werden. Bei ICON wäre vor allem der Nordosten betroffen. ________________________________________________________ Basis für Mittelfristvorhersage MOS-Mix, EZWM-EPS ________________________________________________________ VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Johanna Anger |
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