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S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Montag, den 02.03.2026 um 10.30 UTC



Mild bis sehr mild. Zunächst trocken, ab Freitag vereinzelt etwas Regen möglich.

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Synoptische Entwicklung bis zum Montag, den 09.03.2026


Die Mittelfrist beginnend am kommenden Donnerstag ist überwiegend durch
Hochdruckeinfluss geprägt. So erstreckt sich ein breiter Höhenrücken vom
zentralen Mittelmeerraum über Deutschland hinweg bis nach Skandinavien. Er
stützt ein umfangreiches Hochdruckgebiet, dessen Schwerpunkt vom Süden
Skandinaviens über den Nordosten Deutschlands und Polen hinweg bis zum Balkan
reicht. Mit der Annäherung eines Höhentroges über dem Norden Europas beginnt das
gesamte Konstrukt am Freitag ein wenig nach Osten zu rücken. Der antizyklonale
Einfluss bleibt aber wetterbestimmend. Somit erwartet uns nach Auflösung von
Nebelfeldern oft sonniges Wetter. Mit der auf Süd drehenden Strömung steigt die
Temperatur von Südwest nach Nordost allmählich an auf Werte um 5 Grad in 850 hPa
an. So sind Höchstwerte im Westen und Südwesten zwischen 16 und 18, örtlich 19
Grad zu erwarten. Im Nordosten, Osten und Südosten liegen die Werte meist
zwischen 12 und 16 Grad. In den Nächten muss vor allem im Süden und Osten mit
leichtem Frost gerechnet werden, Frost in Bodennähe ist recht verbreitet zu
erwarten.

Am Wochenende schwächt sich der Hochdruckeinfluss vorübergehend etwas ab und ein
schwach ausgeprägter Tiefausläufer greift von Norden auf Deutschland über und
kommt etwa bis zur Mitte voran. Meist zeichnet er sich nur durch mehr Bewölkung
aus, im Nordosten kann es aber in Verbindung mit einem Randtrog etwas Regen
geben. Nachfolgend kann sich der Hochdruckeinfluss aber rasch von Nordwesten
wieder stärken und es baut sich ein neuer Hochschwerpunkt über der Nordsee und
dem Süden Skandinaviens auf. Die Temperatur geht insgesamt etwas zurück, es
bleibt aber weiterhin mild.

Das neue Hoch weitet sich schließlich bis nach Osteuropa aus und sorgt in weiten
Teilen des Landes für trockenes und neben wenigen Wolken auch oft sonniges
Wetter.

Einen Störenfried könnte es aber geben in Form eines kleinräumigen
Kaltlufttropfens, der aus dem o.e. Höhentrog entsprungen ist und sich mit der
Bodenströmung von Polen kommend am Sonntag und Montag über die Mitte
Deutschlands hinweg nordwestwärts verlagert. Im Zusammenhang damit kann es dann
vereinzelt Schauer geben. Im großen Teil des Landes bleibt es aber trocken.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs


Die Konsistenz des EZMW Modells kann insgesamt als gut bezeichnet werden. Ab dem
Wochenende nehmen die Unterschiede bezüglich der Lage der Hochschwerpunkte
leicht zu, was aber keinen signifikanten Einfluss auf die Wetterentwicklung hat.

Die Lage des Kaltlufttropfens am Sonntag und Montag wird naturgemäß noch etwas
unterschiedlich prognostiziert.

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Vergleich mit anderen globalen Modellen


Der Modellvergleich zeigt ab Freitag erste Unterschiede. So greift der
Tiefausläufer bei ICON bereits im Laufe des Freitags von Westen auf uns über und
ist durch einen markanter konturierten Randtrog zudem stärker ausgeprägt mit
flächigeren leichten Niederschlägen, die sich allmählich von West nach Ost über
Deutschland hinweg verlagern. Mit dieser Version steht ICON aber tatsächlich
alleine da.
Die Höhentiefs/Kaltlufttropfen werden auch von ICON und UK10 gezeigt.
Erwartungsgemäß gibt es aber Unterschiede in deren Position/Zugbahn und
Ausprägung. Insofern wird vor allem die Niederschlagsvorhersage ab dem
Wochenende unsicher.
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Bewertung der Ensemblevorhersagen


Die Rauchfahnen für verschiedene Stationen in Deutschland bestätigen die milde
bis sehr milde und überwiegend trockene Witterung. Dabei ist der Spread bis
einschließlich Freitag sehr gering. Nachfolgend nimmt er vor allem für Stationen
im Norden und in der Mitte etwas zu. Die Temperatur geht wieder etwas zurück,
wobei sich der Hauptlauf zum Wochenende hin am unteren Rand des Ensembles
befindet. Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Verlauf des Geopotentials. Beides
deutet auf die Unsicherheiten bezüglich des Kaltlufttropfen hin.
Bei den Niederschlagssignalen gibt es am Freitag und Samstag beispielsweise für
Offenbach 2 Member, die auf etwas Regen hinweisen. Insofern ist die ICON-Lösung
nicht gänzlich vom Tisch, aber doch unwahrscheinlich.

Das Clustering des EZMW zeigt für den Zeitraum von 72 bis 96 Stunden vier
Cluster. Für Mitteleuropa ergeben sich aber keine signifikanten Unterschiede.
Für den Zeitraum von t+120 bis 168 Stunden gibt es fünf Cluster. Dabei dominiert
weiter hoher Luftdruck unser Wetter, der in manchen Clustern und manchen
Zeitschritten in Teilen durch schwache Kurzwellentröge oder Höhentiefs gestört
wird. Mehr Details dazu lassen sich aus der Clusterung aber nicht ablesen.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen


Im Vorhersagezeitraum werden keine signifikanten Wettererscheinungen erwartet.
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Basis für Mittelfristvorhersage
MOS-Mix, EZMW-EPS
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VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Johanna Anger


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