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S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Dienstag, den 18.09.2018 um 10.30 UTC



Unbeständig und nach Kaltfrontpassage am Freitag deutlich kühler. Vor allem im
Norden und im höheren Bergland zeitweise stürmisch.
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Synoptische Entwicklung bis zum Dienstag, den 25.09.2018


Freitag zieht ein Sturmtief über Südskandinavien hinweg ostwärts. Seine
Kaltfront überquert Deutschland von West nach Ost und führt kühle Meeresluft
subpolaren Ursprungs heran mit 850-hPa-Temperaturen im Westen und Norden unter 5
Grad C. Der zugehörige, recht breite Höhentrog zieht im Tagesverlauf nach
Deutschland.
Am Samstag zieht der Höhentrog ostwärts ab und von Westen dreht nördlich eines
kräftigen Höhenhochs über Nordostspanien die Höhenströmung auf West bis Nordwest
und ist relativ glatt. Dabei setzt im Westen und Süden Warmluftadvektion ein. So
greift von Westen die Warmfront einer nach Nordfrankreich ziehenden Frontalwelle
mit Regen auf den Westen und die Mitte über.
Am Sonntag zieht diese Frontalwelle mit Regen über den Süden Deutschlands hinweg
nach Osten. In der Höhe folgt in der kräftigen Westströmung ein Kurzwellentrog,
der mit seiner Achse zum Tagesende den Westen Deutschlands erreicht.
Am Montag zieht dieser Höhentrog nach Osteuropa und von Westen nähert sich ein
breiter Höhenrücken. Dieser stützt ein umfangreiches, zu den Britischen Inseln
wanderndes Hoch, so dass mit nordwestlicher Strömung polare Meeresluft zu uns
kommt.
Am Dienstag nähert sich der Rücken noch etwas an und das Hoch verlagert sich zur
südwestlichen Nordsee, so dass weiter von Nordwesten kühle Luft nach Deutschland
strömt.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs


Der neue Modelllauf vom EZMW bringt ab Montag größere Differenzen.
Während der 00-UTC-Run von gestern im Norden noch eine Warmfrontwelle, die mit
Regen südostwärts zieht, zeigt, strömt im neuen Lauf am Rande eines Hochs über
Großbritannien von Nordwesten kalte Polarluft ein, wobei die 0-Grad-Isotherme
etwa bis zum Main vorankommt. In der gestrigen Variante sollte die
10-Grad-Isotherme über der Mitte Deutschlands und die 15-Grad-Isotherme über dem
Südwesten liegen. Entsprechend wären die 2-Meter-Temperaturen 5 bis 10 Grad
niedriger zu erwarten im aktuellen Lauf. Dazu kommen die Unterschiede beim
Niederschlag: im alten Lauf sollte es nur im Norden und Osten länger regnen und
sonst trocken sein. Im neuen Lauf gibt es ganz im Süden kräftigen Regen und in
den Alpen ab 1200 m Schnee. Sonst fallen lediglich einzelne Schauer.
Am Dienstag stellt auch der alte Lauf auf eine kühlere Nordwestströmung um,
jedoch ist es im neuen Lauf immer noch 5 bis 7 Grad kühler. In beiden Varianten
werden Schauer vor allem in der Nordhälfte simuliert.
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Vergleich mit anderen globalen Modellen


Bei NAVGEM, GEM und UKMO dringt die Kaltluft am Montag verspätet nach
Deutschland vor und die Luft ist auch nicht ganz so kalt wie bei EZMW oder ICON.

Ansonsten sind die Differenzen der anderen Globalmodelle zum EZMW nur gering.
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Bewertung der Ensemblevorhersagen


Die Clusteranalyse liefert heute bis zum 7. Folgetag 5 Cluster, die allesamt
durch Timingunterschiede der Tröge und Rücken bedingt sind. Insgesamt erscheint
der Kaltluftvorstoß aber in allen Versionen. Im 3. Cluster mit 11 Modell-Runs
und im 5. Cluster mit 8 Fällen ist das Vordringen der Kaltluft verzögert ähnlich
wie in den Versionen von NAVGEM, GEM und UKMO.
Die Rauchfahne von Offenbach zeigt sehr gut den Kaltfrontdurchgang am Freitag
mit einem Absturz der 850-hPa-Temperaturen von 14 Grad auf rund 3 Grad.
Anschließend geht es am Sonntag bei etwas mehr als der Hälfte der Modell-Runs
nochmal nach oben auf rund 14 Grad. Erst dann geht die Temperatur bei etwa 40
Modellläufen auf rund null Grad zurück. Die restlichen Läufe bleiben noch
relativ warm.
Bei den EPS-Meteogrammen erkennt man, dass Freitag der Übergangstag ist, an dem
die 2-Meter-Temperatur auch im Norden noch meist über 20 grad liegt und im
Südosten sogar noch bei rund 28 Grad. Der Samstag ist dann überall recht frisch
mit Werten zwischen 13 Grad im Nordwesten und 19 Grad örtlich im Süden. Am
Sonntag ist die Varianz der Temperatur recht groß sprich bei gut der Hälfte der
Läufe wird es vorübergehend etwas milder. Ab Montag liegen die Werte wieder
ähnlich wie am Samstag und teils noch etwas niedriger.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen


Ab Freitag ist die Wahrscheinlichkeit von stürmischen Böen nach CosmoLEPS und
EZMW-EPS im Norden und im höheren Bergland erhöht. An der Küste sind sogar
Sturmböen oder schwere Sturmböen gering wahrscheinlich.
Selbst 11er Böden können an der See und auf exponierten Bergen nicht
ausgeschlossen werden.
Außerdem besteht die geringe Gefahr von Dauerregen, am Samstag im Alpenraum und
am Sonntag im Westen und in den nördlichen Mittelgebirgen.
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Basis für Mittelfristvorhersage
Mosmix, EPS, oper. Modelle.
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Olaf Pels Leusden


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