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S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Mittwoch, den 26.01.2022 um 10.30 UTC



Wechselhaft, windig (auch in den Niederungen bzw. im Binnenland zeitweise
stürmisch) und nasskalt. Im Bergland winterlich, in den Nordalpen viel
Neuschnee.
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Synoptische Entwicklung bis zum Mittwoch, den 02.02.2022


Das großräumige Geopotenzialmuster ist nahezu über den gesamten
Mittelfristzeitraum geprägt durch einen sich immer wieder regenerierenden
Höhenrücken über dem Ost- bzw. mittleren Nordatlantik und überwiegend niedrigem
Potenzial bzw. tiefem Luftdruck über weiten Teilen Nord- und Osteuropas.
Mitteleuropa befindet sich angesichts dieser Konstellation meist unterhalb einer
kräftigen nordwestlichen Höhenströmung, innerhalb derer in rascher Abfolge
Trog-Keil-Muster samt zugehöriger Frontensysteme das Vorhersagegebiet
südostwärts passieren.
Somit steht ein abwechslungsreicher und nasskalter Witterungsabschnitt ins Haus
mit häufigen Niederschlägen und (vor allem zu Wochenbeginn) auch mit
Sturmoptionen. Von Winter ist in tiefen Lagen nicht viel zu spüren, in den
Mittelgebirgen aber durchaus (wenngleich die Schneefallgrenze zeitweise auch mal
bis in die Kammlagen steigt), an den Alpen stehen vor allem zu Beginn kommender
Woche wahrscheinlich erhebliche Neuschneemengen ins Haus.

Doch nun zur Entwicklung im Detail:
Zu Beginn der Mittelfrist, am Samstag, schwenkt nach Lesart des aktuellen
IFS-Laufes zwischen einem vom Ostatlantik über die Biskaya bis zum westlichen
Mittelmeerraum reichenden Höhenrücken und einem Langwellentrog, der sich von der
Barentssee über ganz Osteuropa bis zur Ägäis erstreckt, ein in die nordwestliche
Höhenströmung eingebetteter Höhenkeil rasch über das Vorhersagegebiet hinweg
südostwärts. Diesem folgt ein markanter Höhentrog, der vom Nordmeer über
Skandinavien bis Sonntag, 00 UTC bereits zur Ostsee zieht und den Langwellentrog
weiter östlich regeneriert.
Ein daran gekoppeltes Tiefdrucksystem verlagert seinen Schwerpunkt von der
Norwegischen See rasch zur Ostsee, wobei sich bis zur Nacht zum Sonntag ein
Sturmtief (unter 965 hPa Kerndruck) mit Drehzentrum über dem Westausgang des
Finnischen Meerbusens etabliert.
Dessen Frontensystem greift am Samstag von Nordwesten her unter fortschreitendem
Okklusionsprozess auf das Vorhersagegebiet über, wobei die Kaltfront bereits
Sonntagfrüh bzw. am Vormittag die Alpen erreicht. Dahinter strömt maritime
Polarluft ins Vorhersagegebiet (etwa -3 bis -7 Grad in 850 hPa), so dass die
Schneefallgrenze auf etwa 200 bis 600 m, an den Alpen bis Sonntagfrüh auf unter
1000 m sinkt. Die Neuschneemengen halten sich aber in Grenzen. Allerdings steht
eine durchaus markante Windentwicklung ins Haus mit teils stürmischen Böen bzw.
auch einzelnen Sturmböen auch im Binnenland bzw. in den Niederungen und schweren
Sturmböen (exponiert auch mehr) an den Küsten bzw. auf den Bergen.

Am Sonntag verlagert sich der Trog rasch weiter ostwärts, gefolgt von einem
Höhenkeil, der bereits in der Nacht zum Montag über Mitteleuropa hinweg
südostwärts schwenkt.
Im Bodenfeld fächert der Gradient mit Annäherung eines Hochkeils (der am Abend
Westdeutschland erreicht) vor allem nachmittags deutlich auf und der anfangs
noch auch in den Niederungen teils stürmische Wind flaut dann rasch ab. Vor
allem in der Osthälfte sowie an den Alpen gibt es anfangs noch Schauer, teils
bis in tiefe Lagen mit Schnee oder Graupel, diese klingen aber rasch ab und von
Westen kann sich auch mal die Sonne durchsetzen. In 850 hPa kühlt es
vorübergehend auf -2 Grad im Südwesten und bis nahe -8 Grad im Osten ab, ehe es
nachmittags/abends von Westen her wieder milder wird.

In der Nacht zum Montag greift von Schottland her ein markanter Höhentrog auf
die Nordsee über und erfasst im Laufe des Montags das gesamte Vorhersagegebiet,
wobei die Temperatur in 500 hPa auf -32 bis -37 Grad sinkt. Ein an den Trog
gekoppeltes kleinräumiges Sturmtief zieht von der nördlichen Nordsee bis
Montagabend zur Elbmündung und in der Nacht zum Dienstag weiter nach Böhmen,
wobei es sich dann rasch aufzufüllen beginnt.
Mit der deutlichen Gradientverschärfung legt der Wind an der Südwestflanke des
Tiefs vor allem im Westen, Süden und in der Mitte des Landes deutlich zu und es
gibt erneut bis in die Niederungen stürmische Böen, eventuell auch Sturmböen,
auf exponierten Berggipfeln Orkanböen. Dazu gibt es verbreitet zunächst skalige,
später schauerartige Niederschläge, die mit einem erneuten Schub maritimer
Polarluft im Bergland zunehmend als Schnee fallen und nachmittags/abends auch in
den Niederungen mit Schnee und Graupel vermischt sind. Dazu kann es durchaus
auch kurze Gewitter geben. In den Mittelgebirgsstaulagen sind ab
Montagnachmittag bis in die Nacht zum Dienstag markante Neuschneemengen möglich,
gleiches gilt im Nordstau der Alpen ab Montagabend. Bei 850 hPa-Temperaturen
zwischen -6 und -9 Grad fallen nachts auch in den Niederungen die Niederschläge
meist als Schnee mit zwar nur geringen Neuschneemengen, aber Glättegefahr durch
Schnee und Eis.

Am Dienstag schwenkt nach Lesart des IFS der nächste flache Höhenrücken über das
Vorhersagegebiet hinweg südostwärts, so dass der Wind bereits in der Nacht und
am Vormittag vorübergehend deutlich abflaut. Am Abend erreicht dann das
Frontensystem eines vom Nordmeer Richtung Norwegische See und von dort aus bis
Mittwochfrüh nach Südschweden ziehenden Tiefs die Nordsee und zieht in der Nacht
zum Mittwoch rasch über Deutschland hinweg südostwärts. Somit klingen die
Niederschläge am Dienstag nur vorübergehend ab, an den Alpen schneit es
allerdings quasi durchgehend und auch in den süddeutschen und östlichen
Mittelgebirgen gibt es weitere Schneeschauer. Abends greifen erneut
Niederschläge auf den Nordwesten über und kommen in der Nacht rasch südostwärts
voran. Dabei steigt die Schneefallgrenze in den Mittelgebirgen zumindest
vorübergehend bis in die Kammlagen, ehe sie später wieder auf etwa 400 bis 600 m
sinkt.
Der Wind frischt vor allem in der Nacht zum Mittwoch wieder aus Nordwest auf mit
Sturmböen an den Küsten und schweren Sturmböen auf den Bergen.

Am Mittwoch zieht das Tief von Südschweden weiter zur mittleren Ostsee, der
daran gekoppelte flache und kurzwellige Höhentrog erreicht abends das östliche
Mitteleuropa. Rückseitig schiebt sich von Frankreich her ein flacher
Bodenhochkeil nach Südwestdeutschland.
Somit bleibt ein veritabler Gradient aufrecht und es gibt nach wie vor teils bis
in die Niederungen stürmische Böen aus Nordwest, auf den Bergen und an den
Küsten Sturmböen, auf exponierten Gipfeln mehr. Dazu fallen weitere, oft
schauerartige Niederschläge, wobei die Schneefallgrenze in erwärmter maritimer
Polarluft (etwa -2 bis -5 Grad in 850 hPa) zwischen 400 und 800 m schwankt. Im
Stau der Alpen muss mit zumindest markanten Neuschneemengen gerechnet werden,
ansonsten fallen die Niederschläge nicht sonderlich ergiebig aus.
Auch in der Nacht zum Donnerstag bleibt es unbeständig und windig, eventuell
auch bis in die Niederungen stürmisch, wobei nach Lesart des IFS eine weitere
frontale Welle die Niederschlagstätigkeit etwas aufleben und die
Schneefallgrenze vorübergehend (auch an den Alpen) etwas ansteigen lässt. Da in
300 hPa der Jet zeitweise direkt gegen die Alpen gerichtet ist und
niedertroposphärisch immer wieder sehr feuchte Luftmassen nach Mitteleuropa
geführt werden, stellt sich dort eine ausgeprägte Staulage ein, wobei nach
Lesart des IFS im Zeitraum von Montag bis Donnerstag durchaus auch
unwetterartige Neuschneemengen ins Kalkül zu ziehen sind. Allerdings teilen
nicht alle vorliegenden Globalmodelle dieses Szenario. Dazu später mehr.

In der erweiterten Mittelfrist belässt es der aktuelle IFS-Lauf zunächst noch
bei einer zyklonalen Nordwestlage, am Freitag bzw. Richtung kommendes Wochenende
scheint sich aber ein Tief über Island zu etablieren, während sich von den
Azoren her eine Hochdruckzone Richtung Südwest- bzw. Südeuropa vorarbeitet. Mit
diesem Szenario dreht die Höhenströmung über dem Vorhersagegebiet allmählich
etwas zurück Richtung West und es deutet sich eine zyklonale, vor allem für
Süddeutschland sogar eher antizyklonal konturierte Westlage an.

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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs


Der aktuelle Lauf erweist sich bzgl. der großräumigen synoptischen Strukturen
als konsistent zu den beiden Vorläufen, die ebenfalls im gesamten
Mittelfristzeitraum eine zyklonale Nordwestlage auf der Agenda haben. Im Detail,
insbesondere, was die Abfolge der jeweiligen Trog- und Keilpassagen angeht,
ergeben sich ab der Nacht zum Montag aber vor allem zum gestrigen 00 UTC-Lauf
durchaus Differenzen. Dieser simulierte die Trogpassage am Montag etwa 12 bis 18
Stunden früher und an eine weiter südwestlich ablaufende Bodentiefentwicklung
gekoppelt. Nach Lesart des Laufes hätte vor allem für den Westen und Südwesten
Deutschlands bereits in der Nacht zum und am Montagvormittag eine veritable
Sturmlage auf der Agenda gestanden.
Auch in weiterer Folge ähnelt der gestrige 12 UTC-Lauf in der Abfolge der
Frontensysteme ziemlich dem aktuellen Lauf, wobei die Passage der Frontalwelle
in der Nacht zum Donnerstag bereits etwa 6 bis 12 Stunden früher simuliert wird.

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Vergleich mit anderen globalen Modellen


Alle vorliegenden externen Modelle haben zunächst auch die zyklonale
Nordwestlage auf der Agenda und unterscheiden sich am Wochenende höchstens im
Detail, was die Verteilung und Intensität der Niederschläge angeht (die
Entwicklung der Sturmlage am Samstag bzw. in der Nacht zum Sonntag wird von
allen Modellen auch im Detail sehr ähnlich simuliert).
Der am Montag auf das Vorhersagegebiet übergreifende Randtrog wird samt
korrespondierender Tiefdruckentwicklung im Bodenfeld vom GFS progressiver und
nicht so markant simuliert, somit ähnelt diese Version vom Timing her dem
gestrigen 00 UTC-Lauf des IFS, wobei der wiederum eine kräftigere
Bodentiefentwicklung auf der Agenda hatte. ICON simuliert dagegen zunächst eine
dem IFS sehr ähnliche Entwicklung, wobei das Bodentief in der Nacht zum Dienstag
dann auf südwestlicherer Zugbahn südostwärts zieht und sich etwas schneller
auffüllt. Somit ist die Windentwicklung am Montag bzw. in der Nacht zum Dienstag
noch mit größeren Unsicherheiten behaftet.
Das nächstfolgende Frontensystem am Dienstag bzw. in der Nacht zum Mittwoch wird
erneut von allen Modellen vom zeitlichen Ablauf her ähnlich, vom GFS allerdings
in einem nicht ganz so zyklonalen Umfeld simuliert, was ebenfalls Einfluss auf
die Niederschlags- und Windprognosen im Detail hat. Dennoch stehen vor allem für
die Staulagen entlang der Nordalpen zumindest markante Neuschneemengen zu Beginn
bis Mitte kommender Woche außer Frage.

In der erweiterten Mittelfrist schwenkt der 00 UTC-Lauf des GFS - ebenso wie
auch dessen Vorläufe - bereits im Laufe des Mittwochs/Donnerstags in Richtung
West anizyklonal, auch das kanadische GEM schlägt etwas eher als das IFS
Richtung antizyklonal um, tendiert aber eher Richtung HM bzw. SWa.

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Bewertung der Ensemblevorhersagen


Im Zeitraum 72 bis 96 Stunden verteilen sich die 49 ENS-Member, der Haupt- und
Kontrolllauf auf 5 Cluster, die sich bzgl. der Wetterentwicklung in Mitteleuropa
aber alle ähneln.

Der nächstfolgende Zeitraum (120 bis 168 Stunden) hat drei Cluster auf der
Agenda (jeweils 22, 20 und 9 Member, Haupt- und Kontrolllauf in Cluster 2). Alle
zeigen das Großwetterlagenregime "atlantic Ridge", was durchgehend in eine
zyklonale Nordwestlage über Mitteleuropa mündet. Unterschiede sind am ehesten
bzgl. der kurzwelligen Randtröge und Bodentiefentwicklungen von Montag bis
Mittwoch auszumachen, wobei sich Cluster 1 und 2 einigermaßen ähneln und Cluster
3 - ähnlich wie das GFS - zum Ende hin etwas anizyklonaler aufgestellt ist.

Die erweiterte Mittelfrist (192 bis 240 Stunden) ist ebenfalls mit drei Clustern
bestückt. Cluster 1 (25 Member, inklusive Haupt- und Kontrolllauf) markiert den
Übergang zu einer zyklonalen Westlage (Großwetterlagenregime zunächst NAO
positiv, später, mit erneutem Aufwölben eines Rückens über dem mittleren
Nordatlantik NAO negativ), wobei das für den Cluster repräsentative Member noch
zyklonaler aufgestellt ist als der Hauptlauf selbst.
Cluster 2 (13 Member) belässt es bei der zyklonalen Nordwestlage
(Großwetterlagenregime NAO pos. bzw. atlantic Ridge).
Cluster 3 (ebenfalls 13 Member) schwenkt über West bzw. Südwest antizyklonal
sogar tendenziell Richtung Hoch Mitteleuropa (Regime: NAO pos).

Bis zum kommenden Dienstag folgt die Kurvenschar der 850 hPa-Temperatur der
Rauchfahnen einiger repräsentativer Gitterpunkte im Vorhersagegebiet ungefähr
dem Verlauf der vom Hauptlauf simulierten 850 hPa-Temperatur, mit allerdings
größeren Spreads zum Zeitpunkt der Trog- bzw. Frontpassagen.
Niederschlagssignale in den Rauchfahnen sind reichlich vorhanden, allzu
ergiebige Niederschläge stehen aber nicht auf der Agenda.
Ab Wochenmitte wird der Spread der 850 hPa-Temperatur dann größer, wobei der
Haupt- und Kontrolllauf eher knapp unterhalb des Medians angesiedelt sind.

FAZIT:
Der abwechslungsreichen zyklonalen Nordwestlage steht somit nichts im Wege, auch
die Sturmlage am Samstag/Nacht zum Sonntag ist unstrittig. Zu Beginn kommender
Woche werden die Differenzen dann etwas größer, allerdings bleibt es windig bis
stürmisch und im Bergland auch zeitweise winterlich mit nicht unerheblichen
Neuschneemengen im Stau der Alpen. In den Niederungen bekommt man vom
Winterwetter allerdings kaum etwas mit.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen


Mit der zyklonalen Nordwestlage rücken zwei Warnparameter in den Fokus: Der Wind
und die Niederschläge, respektive die daraus resultierenden Neuschneemengen (die
Niederschlagsmengen in flüssiger Phase sind nicht warnrelevant):

WIND/STURM:
Die Sturmlage am Samstag bzw. in der Nacht zum Sonntag ist unstrittig und wird
von allen Modellen ähnlich simuliert, selbst EFI gibt deutliche Signale
(allerdings nicht für ein Extremereignis). Außer im Westen und Südwesten hat
auch die Probabilistik vor allem in der Nacht zum Sonntag auch in den
Niederungen bzw. im Binnenland recht hohe Wahrscheinlichkeiten für stürmische
Böen auf der Agenda, im Norden und Osten auch für Sturmböen. Schwere Sturmböen
dürften sich wohl (neben den Berggipfeln) auf die Küsten bzw. auf das
unmittelbar angrenzende Binnenland beschränken, vor allem an exponierten
Nordseeküstenabschnitten sind auch orkanartige Böen nicht ausgeschlossen
(ICON-EU-EPS teilweise um 40% Wahrscheinlichkeit, IFS-EPS weniger), auf
exponierten Berggipfeln wahrscheinlich.
Auch danach geht es windig bis stürmisch weiter, vor allem dann erneut am Montag
bzw. in der Nacht zum Dienstag. Vor allem im Westen und Südosten hat IFS-EPS
dann erneut leicht erhöhte Wahrscheinlichkeiten für Böen Bft 8 auf der Agenda,
im Nordseeumfeld auch für Bft 9. Insgesamt ist diese Entwicklung im Detail aber
noch mit größeren Unsicherheiten verbunden; auch, wenn das kein Modell so auf
der Agenda hat, kann aufgrund der großräumigen synoptischen Konstellation eine
veritable Sturmtiefentwicklung nicht komplett ausgeschlossen werden.

NEUSCHNEE:
Der erste Schub steht in der Nacht zum Sonntag bevor, allerdings dürfte es dann
lediglich in exponierten Staulagen der Alpen und des Erzgebirges für markante
Mengen reichen, wenn überhaupt.
Ab Montag wird es dann - Begründung siehe im Text weiter oben - vor allem für
den Alpennordrand interessant. Bis in die erweiterte Mittelfrist gibt es dort
immer wieder kräftige Schneefälle, zunächst - und da sind sich die Modelle noch
relativ einig - im Zeitraum von Montag- bis Dienstagmittag (in Staulagen 30 bis
50 cm Neuschnee, nach IFS eventuell auch mehr) und dann wieder - mit Übergreifen
einer eventuellen Frontalwelle - am Mittwoch bzw. in der Nacht zum Donnerstag.
GFS hat dann allerdings deutlich geringe Niederschlagsmengen auf der Agenda als
IFS, das kanadische GEM allerdings sogar noch etwas höhere Mengen. Sowohl nach
GEM als auch nach GFS könnte es ab Montagmittag bis in die Nacht zum Donnerstag
hinein vielleicht sogar auf eine Unwetterlage zumindest in den klassischen
Alpenstauregionen hinauslaufen.
In den Mittelgebirgen reicht es wohl lediglich in exponierten Staulagen und auch
nur vorübergehend für markante Mengen.
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Basis für Mittelfristvorhersage
IFS, IFS-ENS, MOSMIX
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Jens Winninghoff


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