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S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Freitag, den 06.03.2026 um 10.30 UTC



Wechselhafter, aber weiter mild
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Synoptische Entwicklung bis zum Freitag, den 13.03.2026


Wir starten in die Mittelfrist am Montag mit einem sich langsam nach
Südosteuropa zurückziehendem Hochdruckgebiet und nur sehr zögerlich von Westen
her übergreifendem Tiefdruckeinfluss. In nur marginal feuchterer Luft ist es
weitgehend niederschlagsfrei. Nur im Südwesten kann ein kleiner Randtrog für
etwas Hebung und einzelne Schauer sorgen. Bei 3 bis 6 Grad in 850 hPa und
mindestens mal zeitweise sonnigem Wetter wird es ein weiteres Mal sehr mild bei
14 bis 18 Grad. Nur an den Küsten ist es aufgrund der kalten See deutlich
kühler. Dafür bildet sich in der Nacht häufiger Nebel oder Hochnebel. Damit
fehlt die Ausstrahlung für starke nächtliche Abkühlung und leichter Frost ist
nur noch regional zu erwarten.

Dienstag und Mittwoch liegen wir zwischen einem umfangreichen Tiefkomplex über
Westeuropa und dem Nordatlantik und dem Hochdruckgebiet über Südosteuropa in
einer südwestlichen Strömung. Die Luft wird von Tag zu Tag feuchter und die
Schauerwahrscheinlichkeit nimmt zu. Mit zunehmender Bewölkung reduziert sich die
Auskühlung in den Nächten und die Frostgefahr geht zurück.

In der Nacht zum Donnerstag greift ein schwächelnder Randtrog von Nordwesten her
auf uns über. Die Strömung wird aber schnell wieder zonal. Mehr als ein paar
Schauer und mit Glück ein kurzes Gewitter ist nicht drin. Der auffrischende Wind
löst nicht mal auf der freien Nordsee stürmische Böen aus. Tagsüber liegen wir
auf der Vorderseite eines weiteren Troges über Westeuropa, der es im Laufe des
Freitags zu uns schaffen soll. Eingelagert darin zieht eine Kaltfront in der
zweiten Tageshälfte von Nordwesten herein und in der Nacht zum Samstag an die
Alpen. Wie bei Kaltfronten üblich, strömt kühlere Luft ein (bis -3 Grad in 850
hPa). Damit wird auch die Tageshöchsttemperatur gedämpft. Im Zuge des
Trogdurchgangs frischt auch der Wind auf, mehr als steife, im Bergland
vielleicht stürmisch Böen sind aber nicht zu erwarten.

Zumindest vorübergehend wird es also von Freitagmittag bis Samstagfrüh mal
überall nass. Bevor am Samstag sich von Frankreich her ausdehnender Hochdruck
wieder für rasche Abtrocknung sorgt. Nur im äußersten Norden und Nordwesten
Deutschlands macht sich die Nähe zum Tief über dem Nordatlantik bzw.
Skandinavien am Wochenende durch dichte Wolken und etwas Regen bemerkbar. Nach
Süden hin dominiert hoher Luftdruck.

Fazit: Es wird vorübergehend wechselhafter mit zumindest etwas Regen, aber
weiterhin milder Temperatur. Die Nachtfrostgefahr geht zurück.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs


Der aktuelle IFS-Lauf ist in der Grundsache lange Zeit zu seinen Vorläufen
konsistent: Die Hochdrucklage endet und das Wetter wird wechselhafter. Wann
genau uns Randtröge passieren, bleibt offen. Das gestern noch für Freitag und
Samstag berechnete Sturmtief bei den Britischen Inseln, wird heute nicht mehr
simuliert.
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Vergleich mit anderen globalen Modellen


Auch der Vergleich mit anderen Modellen belegt meist das Ende der
Hochdruckphase. Nur ICON hält im Osten und Südosten bis über die Wochenmitte
hinaus daran fest. Dann gewinnt aber das Tief über dem Nordatlantik.
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Bewertung der Ensemblevorhersagen


Die Clusteranalyse liefert im ersten Zeitschritt sechs Lösungen, mehrheitlich
mit blockierendem Hoch und keine Varianz für Deutschland. Im zweiten Zeitschritt
(Mittwoch bis Freitag) gibt es vier Lösungen, alle NAO+. Haupt- und Kontrolllauf
liegen in Cluster zwei, der wie Cluster drei und vier den Trog im Westen flacher
simulieren. Cluster eins (18 Member) hat den Trog etwas schärfer drin, was wohl
auf die Simulation des Sturmtiefs gestern zurückzuführen ist. Die erweiterte
Mittelfrist liefert leider keine echte Erkenntnis. Cluster eins (inklusive
Haupt- und Kontrolllauf) und zwei simulieren steigenden Luftdruck für
Deutschland. Cluster drei und vier (zusammen 19 Member) setzen hingegen auf Trog
oder Trogvorderseite.

Die Ensembles sind wie auch gestern schon recht eng beieinander und simulieren
einen leichten und stetigen Rückgang sowohl in Temperatur als auch in
Geopotenzial. Beim Niederschlag gibt es nach längerer Trockenheit über den
gesamten Mittelfristzeitraum Ausschläge, die jedoch großen Schwankungen
unterliegen.

Die Ensembles anderer Modelle sind grundsätzlich ähnlich. Beim GFS fällt die
Unsicherheit von Haupt- und Kontrolllauf im Norden Deutschlands zum Ende der
kommenden Woche auf. Der zeitliche Rahmen der Tröge/Fronten scheint noch
ungewiss. ICON hat den abnehmenden Trend von Temperatur und Druck ebenfalls
drin, allerdings zeitliche Verzögerungen beim Niederschlag.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen


In der Mittelfrist gibt es keine signifikanten Wettererscheinungen. Die
Gewitterneigung steigt zwar leicht an, markante Warnungen sind aber
unwahrscheinlich.
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Basis für Mittelfristvorhersage
MOS-Mix, MOS-IFS
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Jacqueline Kernn


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